Die Stiftung für Hochschulzulassung
Die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) ist eine Stiftung öffentlichen Rechts mit Sitz in Dortmund.

Grundlage für Ihre Errichtung und Zusammensetzung ist das Errichtungsgesetz vom 18. November 2008, das die Überführung der ehemals als Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) bekannten Anstalt des öffentlichen Rechts in die Rechtsform einer Stiftung öffentlichen Rechts ermöglichte.

Der Stiftungsrat als oberstes Entscheidungsgremium setzt sich paritätisch aus Hochschul- und Ländervertretern zusammen.

Neben grundsätzlich zulassungsfreien und den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen Human- und Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie gibt es solche, die von Hochschule zu Hochschule in unterschiedlichem Umfang zulassungsbeschränkt sind. Übersteigt die Zahl der Bewerbungen die vorhandene Zahl an Studienplätzen an einer Hochschule, spricht man von einer "örtlichen" Zulassungsbeschränkung.

Für die Vermittlung von Studienplätzen in diesen Studiengängen ist das Dialogorientierte Serviceverfahren konzipiert worden, dessen Betrieb eine der beiden wesentlichen Aufgaben der Stiftung darstellt. Dieses Verfahren ermöglicht mittels internetbasierten Datenabgleichs eine effektive hochschul- und bewerberorientierte Vermittlung von Studienplätzen. Die Vermeidung unbesetzt gebliebener Studienplätze infolge Mehrfachbewerbungen oder Nichtbeanspruchung von Studienplätzen trotz Existenz weiterer Bewerberinnen und Bewerbern ist das maßgebliche Ziel des Verfahrens.

Seit ihrer Errichtung im Jahr 1973 hatte die ZVS die Vergabe von Studienplätzen für das erste Semester in Studiengängen, die bundesweit Zulassungsbeschränkungen unterlagen, zur Aufgabe. Hintergrund war das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Juli 1972, das die Anerkennung eines Teilhaberechts eines jeden Bewerbers an bereitgestellten Studienplätzen unter Zugrundelegung gleicher Kriterien statuierte.

Nach Umsetzung der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts konnten Studienplätze in Medizin, Pharmazie, Tier- und Zahnmedizin und noch weiteren Studiengängen, die sich durch eine die vorhandene Studienplatzzahl bundesweit übersteigende Bewerberzahl auszeichneten, erstmals nach bundesweit gültigen einheitlichen Kriterien durch die ZVS vergeben werden. Auch nach dem zweiten Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zum Numerus clausus vom 8. Februar 1977 wurde die Forderung, eine Bewerberauswahl nach sachgerechten Kriterien vorzunehmen und gerechte Chancen für jeden zu eröffnen, bekräftigt. Nur bei Einhaltung dieser Grundsätze könne das Recht auf freie Wahl des Berufs und der Ausbildungsstätte gemäß Artikel 12 des Grundgesetzes eingeschränkt werden.

Die Stiftung betreibt das Bewerbungsportal von hochschulstart.de. Da die Stiftung großen Wert auf Transparenz und Verständlichkeit des Zulassungswesens durch umfassende Information der Bewerberinnen und Bewerber legt, hoffen wir, auch Ihnen auf den folgenden Seiten weiterhelfen zu können.

Die Stiftung versteht sich als:

1. Dienstleister für die Bewerberinnen und Bewerber,

  • der hilft, die Vergabeverfahren zu verstehen und Bewerbungen abzugeben
  • der die Entscheidungen transparent sowie nachvollziehbar darstellt und erklärt und
  • der Datensicherheit gewährleistet.

2. Dienstleister für die Hochschulen,

  • der koordinierende und unterstützende Funktion hat,
  • der Erfahrungen sammelt, aufbereitet und den Hochschulen zur Verfügung stellt und
  • der das Dialogorientierte Serviceverfahren und das bundesweite Zulassungsverfahren betreibt und optimiert.

3. Dienstleister für den Bund und die Länder,

  • der Verfahrenssicherheit gewährleistet,
  • der die Verfahren dokumentiert und
  • der Politik und Verwaltung Auskünfte erteilt.

Oberstes Beschlussorgan ist der Stiftungsrat, welcher sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Länder und der Hochschulen zusammensetzt (16 Vertreterinnen oder Vertreter der Wissenschaftsministerien der Länder, 16 Vertreterinnen oder Vertreter der staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen).

Der Stiftungsrat wählt aus seinen Mitgliedern für die Dauer von vier Jahren eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und deren oder dessen Stellvertreterin oder Stellvertreter.

Zu seinen Aufgaben zählen insbesondere die Strategieplanung der Stiftung und wesentliche geschäftspolitische Entscheidungen. Rechtsgeschäfte, Maßnahmen und Regelungen, die außergewöhnlich und über den Rahmen des laufenden Geschäftsbetriebs hinausgehen, bedürfen der Zustimmung des Stiftungsrates.

Der Aufsichtsrat setzt sich aus jeweils vier Vertreterinnen bzw. Vertretern der Länder und der Hochschulen zusammen, wobei die Vertreterinnen und Vertreter der Länder von der Kultusministerkonferenz und die Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen von der Hochschulrektorenkonferenz für die Dauer von vier Jahren bestellt werden. Die Mitglieder des Aufsichtsrates dürfen nicht gleichzeitig Mitglieder des Stiftungsrates sein. Im Rahmen seiner Kontrollfunktion überwacht der Aufsichtsrat die Rechtmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Führung der Stiftungsgeschäfte durch den Stiftungsrat und die Geschäftsführerin bzw. den Geschäftsführer.

Für die Dauer von vier Jahren wählt der Aufsichtsrat aus seiner Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden und deren oder dessen Stellvertreterin oder Stellvertreter.

Des Weiteren kommt der Geschäftsführerin bzw. dem Geschäftsführer in der Stiftung eine wesentliche Funktion zu, da diese oder dieser die laufenden Geschäfte der Stiftung führt und die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich vertritt.